Am 7. Oktober 2026 wurde das Projekt GreenIoT4KMU im Rahmen eines Statistischen Kolloquiums vorgestellt. Im Mittelpunkt stand eine zentrale Frage: Wie können Produktions-, Qualitäts-, Energie- und Nachhaltigkeitsdaten so zusammengeführt werden, dass daraus tatsächlich bessere Entscheidungen entstehen?
GreenIoT4KMU entwickelt dafür eine digitale IoT-Plattform für KMU der Elektroindustrie. Ziel ist es, klassische Leistungskennzahlen wie OEE mit Energie- und Nachhaltigkeitskennzahlen zu verbinden und Verluste nicht nur sichtbar, sondern auch erklärbar zu machen.
Ein Schwerpunkt des Vortrags war Green OEE. Während die klassische OEE Availability, Performance und Quality betrachtet, wird zusätzlich die Energieeffizienz einbezogen. So können Produktivität, Qualität und Energie in einer gemeinsamen Steuerungslogik bewertet werden.
Besonders wichtig dabei: Nicht mit Sensoren starten – mit der Ursache.
Zuerst werden relevante Verluste und mögliche Einflussgrößen identifiziert. Erst danach wird entschieden, welche Daten tatsächlich gemessen werden müssen.
Der Weg zur digitalen Transformation wurde dabei in vier praktische Fragen übersetzt:
- Was passiert?
- Warum passiert es?
- Was passiert als Nächstes?
- Wie können wir darauf reagieren?
Von Dashboard und Ursachenanalyse über Prognosemodelle bis hin zu assistierten oder regelbasierten Reaktionen entsteht so Schritt für Schritt ein System, das Daten in operative Entscheidungen übersetzt.
GreenIoT4KMU zeigt damit, wie Nachhaltigkeit und Produktionsperformance nicht getrennt, sondern gemeinsam gesteuert werden können.
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